Dienstag, 22. Mai 2018

DIY: Samenbomben



Irgendwie schon seltsam, Samenbomben, oder Seed Bombs, gibt es schon seit Mitte des 20. Jahrhunderts in Japan, in der westlichen Welt sind sie wohl mit den Anfängen von Guerilla Gardening in den Siebzigern bekannt geworden. Trotzdem begegnen sie mir persönlich erst in letzter Zeit immer häufiger. Teilweise auch zu unverschämt hohen Preisen. Deshalb gibt es heute ein günstiges Rezept für selbstgemachte Samenbomben. Da sie sich auch bis zu zwei Jahren halten können, sind sie hübsch verpackt ein tolles Gastgeschenk für eure Hochzeit und ein blumiges Mitbringsel für Gartenliebhaber.



Ihr braucht dafür:
  • Pflanzenerde
  • Ton - oder Heilerde 
  • Wildblumensamen von einheimischen Pflanzen (wichtig!)
  • Wasser



Die Pflanzenerde, oder in meinem Fall Komposterde, erst fein sieben. Erde, Ton- oder Heilerde und Blumensamen im Verhältnis 5 Teile Erde, 4 Teile Tonerde und 1 Teil Samen gut mischen und so lange ein bisschen Wasser dazugeben, bis die Masse formbar wird. Ton - oder Heilerde ist optional, aber wer sich mit Heilerde schon mal eine Gesichtsmaske gemacht hat, kann sich vorstellen, dass die Konsistenz beim Trocknen hilft die Kugel zusammenzuhalten. Das ist wichtig, wenn ihr die Samenbomben für eure Hochzeit oder Event länger vorher vorbereiten möchtet.



Nun könnt ihr die Kugeln formen. Mich haben sie ein wenig an Rumkugeln erinnert, also habe ich sie am Ende noch mal in feinen trockenen Gartenabfällen gewälzt, die der kleine Mensch eigentlich für seinen "Ackerbau" benutzt. Zum Trocknen in einen Eierkarton legen und zwei Tage warten, bis sie trocken und fest sind. Jetzt könnt ihr die Kugeln direkt im Garten einsetzen oder für eure Gastgeschenke hübsch verpacken. Bitte Papier und nicht Folie oder Plastikverpackungen nutzen, da die Samenbomben ansonsten schimmeln könnten.



Am Ende noch ein wichtiger Hinweis: Die Idee von Guerilla Gardening ist an für sich sehr nobel. Unbenutztes und brachliegendes Land soll durch die Samenbomben in bunte blumenreiche Insektenparadiese verwandelt werden. Pflanzattacken auf Privatgründstücke können jedoch strafbar sein, da es sich um Sachbeschädigung handelt. Deshalb immer prüfen, wo ihr den Guerillakampf für die Pflanzen angeht.

Ein weitere wichtiger Punkt: Es ist wichtig nur Wildblumensamen von einheimischen Pflanzen zu nutzen, den sie sind der Nahrungsbestandteil für heimische Insekten und Vögel. Nicht heimische Pflanzen können die heimischen Plfanzen verdrängen und unkontrolliert wuchern. Damit entsteht mehr Schaden als Nutzen.

Unser Guerillakrieg startet im eigenen Garten. Wir haben eine Ecke als kleines Insektenparadies angelegt. Da wird nicht gemäht, da wird nicht gespielt, es ist nur für unsere kleinen Freunde. Bin gespannt, ob unsere Samenbomben blumenreich explodieren. Perfekt ist die Pflanzenattacke vor dem Regen, ansonsten müsst ihr mit Wasser nachhelfen.

Ein paar Kugeln nimmt der kleine Mensch mit in den Kindergarten. Dort werden wir sie neben dem Insektenhotel platzieren, so dass die Kinder täglich beobachten können, wie Pflanzen wachsen und die Insekten sich ernähren.

Lasst Blumen explodieren!

Alles Liebe

Mila

P.S.: Meine Beiträge findet ihr auch bei folgenden Linkpartys: ★ Montagsfreuden NoSewMondayCreadienstagHandmade on Tuesday ★  Freutag  ★ Gartenwonne ★  Decorize ★  Sonntagsglück ★   

Kommentare:

  1. Liebe Mila,
    was für eine tolle Idee, die Samenbomben einfach selber zu machen!
    Vielen lieben Dank für die Inspiration!

    lG Pamela

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    1. Hallo Pamela,

      sehr gerne. Ist für eine gute Sache ;-)

      Alles Liebe

      Mila

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